Was ist die Kapitalertragsteuer?

Die Kapitalertragsteuer (KapSt offizielle Abkürzung des BMF, KESt, KapESt oder auch KapErtSt) ist eine Erhebungsform der Einkommensteuer. Als Quellensteuer wird sie vom kontoführenden Institut von den Kapitalerträgen abgezogen, soweit kein Freistellungsauftrag zu berücksichtigen ist. Der Schuldner der Zinserträge (Bank, Versicherung oder Kapitalgesellschaft) ist als Steuerzahler für die korrekte Einbehaltung und Abführung an die Finanzbehörden verantwortlich. Die Kapitalertragsteuer wird, wenn sie nicht als Abgeltungsteuer ausgestaltet ist, bei der Einkommensteuerveranlagung wie eine Einkommensteuervorauszahlung behandelt. (quelle:wikipedia)
BBH Lohnsteuerhilfe

Nach dem BFH Urteil vom 08.09.2010 ist eine Kapitalertragsteuer auf Erträge aus Investmentfonds nur dann anzurechnen, wenn diese Kapitalerträge beim Anleger als Einnahmen erfasst worden sind. Im Streitfall ging es um steuerbare thesaurierte Beträge eines ausländischen Investmentfonds die fortlaufend als ausschüttungsgleiche Beträge zu besteuern gewesen wären. Die Besteuerung konnte zum Teil wegen eingetretener Festsetzungsverjährung nicht mehr nachgeholt werden. Der BFH hält die Anrechnung der Kapitalertragsteuer für geboten, soweit die zugrundeliegenden Erträge in der Vergangenheit tatsächlich besteuert wurden. Im Urteilsfall war Voraussetzung, dass dies sowohl beim Kläger als auch bei seiner Mutter vorlag, denn die Mutter hatte ihm die Investmentanteile unentgeltlich übertragen.